Schaur Steuerberatung

 

SCHAUR Steuerberatungs GmbH

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Steuer News

Jänner 2012  

Fünfjahresfrist für Verzicht auf Kleinunternehmerregelung unabdingbar
Auch wenn sich der Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung für den Abgabepflichtigen im Nachhinein als ungünstig erweist, muss die Fünfjahresfrist vor einem allfällig möglichen Zurückwechsel auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung eingehalten werden (UFS 7. 12. 2011, RV/2015-W/10).

 


BMF veröffentlicht Liebhabereirichtlinien 2012
Die Liebhabereirichtlinien (LRL) 2012, BMF 1. 1. 2012, BMF-010203/0599-VI/6/2011, stellen einen Auslegungsbehelf zur Liebhabereiverordnung, BGBl. Nr. 33/1993 i. d. F. BGBl. II Nr. 358/1997, dar, der im Interesse einer einheitlichen Vorgangsweise mitgeteilt wird. Die überarbeiteten LRL fassen die geltenden Rechtsansichten zur Liebhabereibeurteilung zusammen. Sie basieren auf den LRL 1997 und berücksichtigen die in der Zwischenzeit erfolgten Änderungen durch Gesetze, Verordnung, Rechtsprechung und Erlässe (Richtlinien). Ab der Veranlagung 2012 sind die LRL 2012 generell anzuwenden. Bei Außenprüfungen für vergangene Veranlagungszeiträume und auf offene Veranlagungsfälle (insbesondere Veranlagung 2011) sind die LRL 2012 anzuwenden, soweit nicht für diese Zeiträume andere Bestimmungen in Gesetzen oder Verordnungen Gültigkeit hatten oder die LRL 1997 bzw. andere Erlässe, die Aussagen zur Liebhabereibeurteilung getroffen haben, günstigere Regelungen vorsahen. Aus den LRL 2012 können keine über die gesetzlichen Bestimmungen und die Bestimmungen der Liebhabereiverordnung hinausgehenden Rechte und Pflichten abgeleitet werden.

 


Oktober 2011

 

Kombinierte Anwendung des Anrechnungs- und Befreiungssystems
Erzielt eine in Österreich ansässige Sängerin Einkünfte aus Italien in Höhe von 50.000 Euro, die der italienischen Abzugsbesteuerung in Höhe von 20.000 Euro unterworfen worden sind, und fallen weiters Einkünfte in Höhe von 75.000 Euro aus Staaten an, mit denen Abkommen mit Befreiungssystem bestehen, dann ist zunächst nach innerstaatlichem Recht das progressionswirksame Welteinkommen zu ermitteln (EStR 2000 Rz. 7598). Beträgt dieses unter Sonderausgabenberücksichtigung 124.740 Euro, ist in einem zweiten Schritt die auf dieses Einkommen entfallende Tarifeinkommensteuer zu berechnen (EStR 2000 Rz. 7599) und nach EStR 2000 Rz. 7600 der Durchschnittsteuersatz festzustellen. Ergibt sich dieser mit 33,28%, dann stellt dies die österreichische Steuerbelastung des unter DBA-Berücksichtigung in Österreich steuerpflichtigen Einkommens von 49.740 Euro dar (124.740 - 75.000). Dies führt zu einer Steuer von rd. 16.553 Euro (33,28 x 49.740 : 100). Da im vorliegenden Fall unter DBA-Berücksichtigung ausschließlich anrechnungsbegünstigte Italieneinkünfte in Österreich besteuert werden dürfen, stellt dieser Steuerbetrag gleichzeitig den anrechenbaren Höchstbetrag für die italienische Abzugssteuer dar, sodass sich die österreichische Einkommensteuer auf Null reduziert. Die in EStR 2000 Rz. 7583 für die Auslandssteueranrechnung entwickelte Formel kann in Fällen, in denen keine für die Sonderausgabenverrechnung geeigneten Inlandseinkünfte vorliegen, nicht dazu führen, dass die Anrechnung der italienischen Steuer zu einer österreichischen Einkommensteuergutschrift führt. (EAS 3243 vom 28. 9. 2011)

 


Zweifelsfragen zur Umsatzsteuer
Auch 2011 hat es einen Salzburger Steuerdialog des BMF mit dem USt-Fachbereich und den Finanzämtern gegeben, bei dem in der Praxis auftretende Zweifelsfragen zur Umsatzsteuer behandelt wurden. Als Ergebnis dieses Dialogs wurden mit BMF- Erlass vom 28.09.2011, BMF-010219/0225-VI/4/2011, Klarstellungen und Ergänzungen zu folgenden Themen veröffentlicht: Wohnungsvermietung an eine unterhaltsberechtigte Person; Straßenerrichtung im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Vertrages; Reihengeschäft im Binnenmarkt; Reihengeschäft mit Drittlands- und Binnenmarktbezug; Steuerbefreiung für Privatlehrer, die neben der Unterrichtstätigkeit im überwiegenden Ausmaß auch organisatorische Tätigkeiten durchführen; Steuerbefreiung für Schulungsmaßnahmen betreffend Arbeitssuchende; Steuerbefreiung für Umsätze aus der Tätigkeit eines Heilmasseurs i .S. d. "Medizinischer Masseur- und Heilmasseurgesetzes"; Zeitschriftenabonnements mit Online-Anteil; Kurzfristige Vermietung einer Ferienwohnung; Abgrenzung Erhaltungsaufwand und Herstellungsaufwand bei Wohnungseigentumsgemeinschaften; Rechnungsausstellung bei einem Pauschalangebot; Veräußerung bzw. Entnahme von nur teilweise dem Unternehmen zugeordneten Gegenständen; Besteuerungszeitpunkt für Sanierungen bei Wohnungseigentumsgemeinschaften; Bauleistungen an einen Bauträger; Reparatur eines Erdkabels als Bauleistung?; Zeitpunkt der Entstehung der Steuerschuld bei Krankenkassenersätzen; Wahrung der Frist im Vorsteuererstattungsverfahren; Nachweis einer innergemeinschaftlichen Lieferung ohne UID; Vergabe einer UID-Nummer an pauschalierte Landwirte für das Vorsteuererstattungsverfahren.
 
Quelle: Lindeonline News

 

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